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Was ist eine Unfallversicherung und braucht man sie?

Glücklicherweise gehen die meisten Unfälle glimpflich aus und nach einer gewissen Genesungszeit wird der Verunglückte wieder gesund, ohne bleibende Schäden zurückzubehalten. Aber auch vor einem schweren Unfall ist letztlich niemand sicher und ein solcher Unfall kann in vielerlei Hinsicht weitreichende Konsequenzen haben. So kann es beispielsweise passieren, dass die bisherige Arbeit aufgrund der Unfallfolgen nicht mehr ausgeübt werden kann oder die Wohnung und das Fahrzeug umgebaut werden müssen. In einem solchen Fall kommt die Unfallversicherung zum Tragen. Grundsätzlich helfen zwar auch Leistungen aus den Sozialversicherungen weiter, allerdings sind diese an einige Auflagen gebunden und reichen, sofern sie gewährt werden, auch nur bedingt aus. Die gesetzliche Unfallversicherung beispielsweise greift nur bei Unfällen, die im Zusammenhang mit der Berufstätigkeit stehen, Unfälle in der Freizeit sind nicht abgesichert. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für notwendige Heil- und Rehabilitationsmaßnahmen, Krankengeld wird aber höchstens 18 Monate lang bezahlt. Um zumindest die finanziellen Folgen nach einem Unfall abzufedern, kann sich eine private Unfallversicherung also als sehr hilfreich erweisen. Üblicherweise greift die Unfallversicherung bei Unfällen aller Art, also unabhängig davon, ob der Versicherungsnehmer den Unfall während der Arbeit oder in seiner Freizeit erlitten hat und ebenfalls unabhängig vom Ort und somit weltweit. Bei einer dauerhaften Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit erhält der Versicherungsnehmer die vereinbarte Versicherungssumme. Dabei bestimmt der Grad der Invalidität über die Höhe der Leistungen, bei vollständiger Invalidität wird die gesamte Summe ausbezahlt, bei einer Teilinvalidität wird die Versicherungssumme entsprechend anteilig ausbezahlt. Zudem kann eine Sofort- oder Übergangsleistung vereinbart werden, durch die der Versicherungsnehmer auch dann Geld erhält, wenn nach einem schweren Unfall noch nicht vorhersehbar ist, ob und in welchem Umfang Schäden zurückbleiben. Ebenfalls sinnvoll kann es sein, eine Todesfallleistung sowie eine zusätzliche Unfallrente zu vereinbaren. Die Unfallrente wird meist ab einem Invaliditätsgrad von 50 Prozent als lebenslange Rente ausbezahlt und ist besonders für Kinder und junge Versicherungsnehmer empfehlenswert, da hier die einmalige Versicherungssumme meist nicht ausreicht, um das gesamte weitere Leben damit zu finanzieren. Allerdings ist eine Unfallversicherung nicht in jedem Fall die beste Lösung. So eignet sich für Arbeitnehmer beispielsweise eine Berufsunfähigkeitsversicherung deutlich besser. Dies liegt daran, dass die Unfallversicherung tatsächlich nur dann eine Leistung erbringt, wenn die Beeinträchtigungen aus einem Unfall resultieren und zu einer Invalidität führen. Bei einem Unfall, bei dem sich der Versicherungsnehmer lediglich einen Bruch zuzieht, erfolgt ebenso wenig eine Versicherungsleistung wie im Fall von Berufsunfähigkeit als Folge einer Erkrankung. Insofern ist die Unfallversicherung in erster Linie für Kinder, Senioren sowie für diejenigen, die wegen bestehender Krankheiten keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können, empfehlenswert. Wichtig vor dem Abschluss des Versicherungsvertrages ist jedoch ein Unfallversicherungsvergleich, der die Angebote verschiedener Anbieter gegenüberstellt. Zudem sollte ein Unfallversicherungstest durchgeführt werden, der vor allem die einzelnen Versicherungsbestandteile überprüft. Häufig sind nämlich Bausteine wie Tagegelder oder die Kostenübernahme bei kosmetischen Operationen integriert, die aber eigentlich überflüssig sind und die Unfallversicherung nur unnötigerweise verteuern.